Hoher Besuch

NRW-Verkehrsminister Wüst informiert sich bei CP über Elektromobilität der Zukunft

Büren, 24. Oktober 2017 – Hoher Besuch im Industriegebiet am Airport Paderborn: Nordrhein-Westfalens neuer Verkehrsminister Hendrik Wüst machte auf seiner ersten „Mobilitätstour“ auch Station beim heimischen Unternehmen CP tech GmbH, Teil der Nedschroef-Gruppe. Unter dem Motto „Innerstädtische Mobilität der Zukunft“ informierte er sich unter anderem bei einer Probefahrt über die von CP initiierten Konzepte „FLAIT“ und „ID-Taxi“. Wüst zeigte sich im Anschluss an den Besuch beeindruckt: „Das technische Innovationspotential in NRW und speziell in OWL ist enorm hoch. Ein Baustein zur Verringerung des Stauaufkommens ist eine stärkere Vernetzung unserer Fahrzeuge untereinander und mit ihrer Umgebung. Dadurch benötigen Fahrzeuge künftig weniger Platz, vorhandene Kapazitäten können dann noch besser ausgenutzt werden. Ich freue mich über jedes Projekt in NRW, dass einen Beitrag zur Reduzierung von Stau und Emissionen leisten kann.“

 

Die Automobilindustrie wandelt sich aktuell in einem enormen Tempo, geprägt durch globale Trends wie E-Mobilität, Urbanisierung, Leichtbau, Vernetzung, Nachhaltigkeit und autonomes Fahren. Dass die richtigen Konzepte zur Lösung der drängenden Verkehrsprobleme auch in Ostwestfalen entstehen können, zeigte das heimische Unternehmen CP tech GmbH dem NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Bei einem Besuch am Firmenstandort in Büren präsentierten CP-Geschäftsführer Thomas Casey und Herwig Fischer, Technischer Leiter des Londoner Unternehmens Innovative Dragon, die gemeinsam entwickelten Konzepte „Flait“ und „ID-Taxi“ als praxisnahe Alternativen zur Vermeidung von Emissionen und Staus in Innenstädten. „Die globale Verkehrsentwicklung erfordert neue Fahrzeug- und Mobilitätskonzepte, für die wir dank unserer langjährigen Erfahrung bereits innovative und integrierte Komplettlösungen parat haben“, erläuterte Thomas Casey.

 

Eine dieser innovativen Lösungen ist das Projekt „FLAIT“, kurz für Fast-Lane Artificial-Intelligence Transportation. „Der Megatrend Urbanisierung sorgt global für vielschichtige Verkehrsprobleme von Lärm über Staus bis hin zu hohen, gesundheitsschädlichen Emissionswerten“, erklärt Herwig Fischer. „Hinzu kommen die bekannten Nachteile öffentlicher Verkehrsmittel wie Verspätungen, starre Fahrpläne, Überfüllung etc.“ Der öffentliche private Nahverkehr sei zusätzlich häufig stark überlastet, und das häufig mit Fahrzeugen, die im Schnitt nur mit 1,2 Personen besetzt sind.

 

Das FLAIT-Konzept hingegen verbindet alle Vorteile des individuellen, öffentlichen und autonomen Transports und des autonomen Fahrens ohne Fahrer miteinander: direkt, privat, sicher, einfach und auf Abruf immer verfügbar. Herzstück des FLAIT-Konzepts ist ein Einspur-Fahrzeug mit einer maximalen Breite von einem Meter. Das dahinterstehende technische Konzept ist komplett ausgerichtet auf 100% emissionsfreies, lärmarmes, autonomes Fahren in Innenstädten. Eine Batterieladung reicht für 100 Kilometer, Mitfahren können zwei sich gegenübersitzende Personen inkl. Gepäck. Der Clou des Konzepts ist die optimale Nutzung des vorhandenen Straßenpotentials: Zwei FLAITs können nebeneinander eine Fahrspur nutzen, haltende FLAITs blockieren nicht die Fahrspur und ein schneller Passagierwechsel ist ohne Wenden auch bei gegensätzlichen Fahrtrichtungen möglich. Ideale technische Voraussetzungen also, um die durch Parkplatzsuche und Transitverkehr bestehenden alltäglichen Probleme zu lösen. „Die Bedienung und das Herbeirufen eines FLAITS sind im praktischen Einsatz denkbar einfach“, erklärt Herwig Fischer. „Über die auf dem Smartphone installierte FLAIT APP gibt der Kunde einfach das Fahrtziel ein und erhält sofort die Informationen zu Wartezeit, Fahrzeit und Preis. Der Rest inklusive Bezahlung läuft wie von selbst. Am Ziel angekommen, kann der Kunde einfach aussteigen und weitergehen.“

 

Ein weiteres zukunftsweisendes Konzept ist das ID-Taxi, in das sich Verkehrsminister Wüst direkt auch  zur Probefahrt setzte. Das weltweit erste ID-Taxi ist in Peking, China, bereits im Einsatz. Es wird komplett elektrisch angetrieben, die Karosserie ist aus Carbon, und der Wagen hat nur eine Tür. Beim Bau dieses Fahrzeugs habe man bei null angefangen, erläutert Herwig Fischer. Der Einstieg ist bequem durch die nach oben schwingende Tür möglich. Gepäck lässt sich im Fahrgastraum abstellen, ohne die gigantische Beinfreiheit einzuschränken. »Der Wagen ist nicht größer als ein Audi A4, bietet aber drinnen Platz wie eine Mercedes-Stretchlimousine«, erklärt Herwig Fischer den Vorteil des nicht vorhandenen Verbrennungsmotors. Das Fahrzeug habe mit einer Akkuladung eine Reichweite von 400 Kilometern. Die Carbon-Karosserie des Wagens besteht aus nur sieben Einzelteilen. Eine vergleichbare Alu-Karosserie setze sich dagegen aus 350 Teilen zusammen. In etwa drei Jahren rechnet Herwig Fischer mit den ersten ID-Taxen auf deutschen Straßen.

 

Die Bürener CP tech GmbH ist seit Juni 2017 ein Teil der Nedschroef-Gruppe und fokussiert sich auf innovative Eigenprodukte, Engineering-Dienstleistungen, Hochleistungskomponenten und Komplettlösungen für die Branchen Automobil, Motorsport und Luftfahrt. Im Vordergrund der Unternehmensstrategie stehen die Entwicklung neuer Fahrzeug- und Mobilitätskonzepte, geprägt durch globale Trends wie E-Mobilität, Leichtbau, Vernetzung, Nachhaltigkeit und autonomes Fahren.

Weitere Informationen zu den genannten Projekten: www.flait.eu / www.id-taxi.eu

NRW-Verkehrsminister Wüst informiert sich bei CP über Elektromobilität der Zukunft

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (Mitte) besuchte auf seiner ersten ‚Mobilitätstour‘ auch die Bürener CP tech GmbH. CP-Geschäftsführer Thomas Casey (rechts) und Herwig Fischer, Technischer Leiter des Londoner Unternehmens Innovative Dragon, präsentierten die Projekte „FLAIT“ und „ID-Taxi“.

Datum:

26 Oct 2017

Kategorien:

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